Das Tula-Museum: ein Stück afrocuraçaoanische Geschichte

In Curaçao treffen Menschen aus den verschiedensten Kulturen aufeinander. Der bunte Mix aus über 56 verschiedenen Herkunftsländern prägt die Sprache, Kulinarik wie auch das einzigartige Lebensgefühl der Antilleninsel. Jedoch sind nur etwa sechs Prozent der Einwohner Curaçaos europäischer Herkunft. Ein großer Teil der 161.000-Einwohner großen Insel besteht aus Nachkommen afrikanischer Sklaven, die in der Kolonialzeit auf die Karibikinsel gebracht wurden. Dieses bedeutende Kapitel der Inselgeschichte wird Besuchern eindrucksvoll im Tula-Museum nähergebracht.

Das Museo Tula blickt auf diese Epoche insbesondere aus einer Perspektive des Widerstands – folgerichtig hat das Museum so auch seinen Namen dem Sklaven und Protest-Anführer „Tula“ zu verdanken. Er war federführend im 1795 von der Plantage Landhuis Knip (dem heutigen Ort des Museums) ausgehenden Aufstand gegen die holländischen Landbesitzer, welcher schließlich mit äußerster Brutalität von den Europäern niedergeschlagen wurde. Heute befinden sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Gutshofes Kunstwerke, Artefakte und persönliche Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die von der Zeit während und nach der Sklaverei in Curaçao erzählen. Eindrucksvolle Führungen durch das Tula-Museum betrachten die Ereignisse aus dieser geschichtsträchtigen Periode aus mehreren Blickwinkeln. Ein unvergesslicher Pflichtbesuch für alle kultur- und geschichtsinteressierten Urlauber.

  • Vom 17.09.2019
  • Abgelegt unter: Überraschendes Curaçao / An Land / Geschichte / Kunst & Museen / Ausflüge 
  • Dateiname: Das-Tula-Museum-ein-Stu-ck-afrocuracaoanische-Geschichte.pdf
  • Quelle: © Curaçao - Tourist Board Europe

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