Jüdische Eindrücke auf Curaçao

Im Herzen der ABC Inseln vereinen sich knapp 60 unterschiedliche Kulturen. Eine der Ältesten davon bildet dabei die jüdische Gemeinde auf Curaçao. Bereits im 17. Jahrhundert flüchteten die ersten Juden aus Portugal und Spanien auf die Antilleninsel, um in Freiheit leben zu können. Heute ist auf der Karibikinsel die größte aktive jüdische Gemeinde ganz Amerikas zu finden.

Die jüdische Kultur auf Curaçao bringt eine reiche und traurige Geschichte mit sich. Über Jahrhunderte hinweg flüchteten Juden aus ihren eigenen Ländern vor Verfolgung und Unterdrückung nach Curaçao. Seither hat die jüdische Gesellschaft das Leben und die Architektur Curaçaos stark beeinflusst. Von den bunten Herrenhäusern mit ihren verspielten Details in Scharloo bis hin zu der ältesten in Betrieb befindlichen Synagoge Amerikas, der Mikve Israel-Emanuel Synagoge in Willemstad – überall auf Curaçao sind Spuren der damaligen neuen Kultur zu finden. Die Synagoge in Willemstad wurde 1732 errichtet und ist mit ihrem weltweit einzigartigen Sandboden eine der größten Touristenattraktionen auf Curaçao. Jedes Jahr werden dort unter anderem die traditionellen Feste Channukka und Schawout gefeiert. Doch nicht nur architektonisch, sondern auch kulinarisch wurde die Insel stark beeinflusst: Besonders die Nachspeise Boyo di Pan, ein traditioneller jüdischer Brotpudding, ist auf Curaçao gar nicht mehr wegzudenken.

  • Vom 15.11.2019
  • Abgelegt unter: Überraschendes Curaçao / An Land / Geschichte / Menschen / Fakten & Statistiken 
  • Dateiname: Juedische-Eindruecke-auf-Curacao.pdf
  • Quelle: © Curaçao - Tourist Board Europe

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