Buntes Treiben: Die Geschichte hinter den farbenfrohen Häusern auf Curaçao

An jeder Ecke von Willemstad finden sich Häuser im niederländischen Kolonialstil. Mit ihren knallbunten Farben strahlen sie mit dem blauen Himmel und türkisem Meer um die Wette. Um diese farbenprächtigen Bauten rankt sich eine skurrile Legende, die auch heute noch von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Eine der vielen Legenden um die farbenfrohen Häuser besagt, dass im Jahre 1817 der niederländische Gouverneur Albert Kikkert den Bewohnern von Curaçao befahl, ihre Häuser bunt anzustreichen. Der Grund für diesen ungewöhnlichen Befehl: Der Gouverneur soll unter Migräne gelitten haben, was durch den in der Sonne reflektierenden weißen Korallenkalk weiter verstärkt wurde. Wie es der Zufall so will, war Kikkert zugleich Besitzer der einzigen Farbfabrik der Insel. Das wurde jedoch erst nach seinem Tod bekannt. Bunt sind die Häuser der Antilleninsel auch heute noch – vom Penha Haus über die Uferpromenade bis hin zum schwimmenden Markt.

Die regenbogenfarbene Handelskade von Willemstad ziert nicht nur allerlei Postkarten, sondern wurde 1997 auch zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Leider bringt die feuchte und salzhaltige Meeresluft den löchrigen Korallenkalk der Fassaden immer wieder zum Vorschein. Aus diesem Grund sind die Bewohner der Insel auch heute noch sehr bemüht, die Farbpracht der Häuser zu erhalten. Pünktlich zum Jahresende wird den Häusern traditionell ein neuer Anstrich verliehen. Am liebsten wählen die Hausbesitzer dafür jedes Jahr eine andere Farbe, um Bewohner und Besucher immer wieder aufs Neue mit den farbenfrohen Facetten zu überraschen.

  • Vom 15.11.2019
  • Abgelegt unter: Klein Holland / An Land / Geschichte / Architektur 
  • Dateiname: Buntes-treiben_Die-Geschichte-hinter-den-farbenfrohen-Haeusern.pdf
  • Quelle: © Curaçao - Tourist Board Europe

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